Ligretto – Test

Ligretto

Quelle: spielehippo.net

Ligretto ist kein gewöhnliches Kartenspiel, das mit der Oma beim gemütlichen Kaffeetrinken gespielt werden kann. Denn bei Ligretto spielen alle gleichzeitig. Man benötigt demnach vor allem starke Nerven, Schnelligkeit und eine gute Reaktionsfähigkeit. Wer schafft es im rasanten Chaos den Überblick zu behalten und seinen Kartenstapel als erster loszuwerden? Seit Ligretto 1988 erschienen ist, hat es sich zu einem echten Klassiker entwickelt. In unserem Test findet ihr alle Infos zu Spielinhalt, Spielregeln und unsere Bewertung.

Infos zu Ligretto

Spieleranzahl 2-4
Spieldauer Ca. 5 min.
Genre Kartenspiel
Alter Ab 8 Jahren
Verlag Schmidt Spiele
Preis 8€

Spielmaterial von Ligretto

  • 160 Karten (4 Kartenstapel mit 40 Karten pro Spieler)

Spielziel von Ligretto

Spielziel ist es, der schnellste zu sein, als erster Spieler seinen Ligretto-Stapel komplett leer zu räumen und dabei die meisten Punkte zu ergattern (Auswertung: siehe unten).

Spielvorbereitung von Ligretto

Als erstes müssen die Karten nach der Farbe ihrer Rückseite (mit dem „Ligretto“-Schriftzug) sortiert werden. Jeder Spieler darf sich dann eine Farbe aussuchen und erhält den entsprechenden Kartenstapel, der schließlich noch sehr gut durchgemischt werden muss. Wie auf dem Bild zu sehen, legt bei vier oder mehr Mitspielern anschließend jeder Spieler drei Karten nebeneinander mit der Zahlenseite nach oben vor sich auf den Tisch. Bei drei Mitspielern sind es 4 Karten und bei 2 Spielern 5 Karten.

Ligretto Spiel

Neben diese Kartenreihe kommt der Ligretto-Stapel. Dieser besteht aus 10 Karten.

Die restlichen Karten bilden den verdeckten Kartenstapel, den jeder Spieler am besten in die Hand nimmt, bevor es losgeht.

Spielablauf von Ligretto

Wenn alle bereit sind ruft einer „Los!“ und das Spiel ist eröffnet. Nun versuchen alle Spieler gleichzeitig und so schnell sie können ihren Ligretto-Stapel zu leeren. Im Spiel gibt es die Farben rot, gelb, blau und grün. Nur gleichfarbige Karten dürfen aufeinander gelegt werden, zuerst kommt zum Beispiel die rote 1 in die Tischmitte, darauf muss dann die rote 2 gelegt werden und so weiter. Eine 1 darf jederzeit in die Tischmitte gelegt werden, denn sie bildet die Basis für einen Kartenstapel. So entstehen nach und nach immer mehr Kartenstapel, die jeweils mit einer 10 beendet werden. Es ist zudem erlaubt von einer Farbe mehrere Kartenstapel gleichzeitig im Spiel zu eröffnen.

Ligretto Spiel

Nun kommt es oft vor, dass man gerade keine seiner offenen Karten (Ligretto-Stapel und Karten in der Reihe) loswerden kann. Da kommen die verdeckten Handkarten ins Spiel. So schnell wie möglich werden 3 Karten zusammen umgedreht und offen übereinander vor dem Spieler abgelegt. Dies ist nun der eigene Ablagestapel. Wenn die oberste Karte passt, kann sie gespielt werden, wenn die nächste offene Karte des Ablagestapels wieder passt, kann sie auch noch gespielt werden und so weiter. Sollte keine passende Karte dabei gewesen sein, müssen so schnell es geht drei neue Karten übereinander auf den Ablagestapel gelegt werden. Sind die Handkarten aufgebraucht, muss der Ablagestapel schnell gemischt werden und es können erneut immer drei Karten umgedreht werden, bis eine Karte passt.

Dabei gilt aber immer: Bloß nicht den eigenen Ligretto-Stapel aus den Augen verlieren!

Durch den Ausruf „Ligretto!“ desjenigen Spielers, der seinen Ligretto-Stapel als erster leert, wird das Spiel sofort beendet.

Auswertung bei Ligretto

Nun werden alle Karten in der Tischmitte wie zu Spielbeginn nach ihrer farbigen Rückseite sortiert. So lässt sich erkennen, welcher Spieler wie viele Karten losgeworden ist. Für jede losgewordene Karte bekommt der Spieler einen Pluspunkt. Für jede Karte, die sich noch auf dem Ligretto-Stapel befindet gibt es 2 Minus-Punkte. Die offenen Karten in der Reihe und die Handkarten werden nicht gezählt.

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Dies muss nicht immer der Spieler sein, der als erstes den Ligretto-Stapel leeren konnte.

Fazit zu Ligretto

Von uns gibt es nur zwei Punkte für den Spielspaß. Begründung: Ligretto ist in erster Linie anstrengend und nichts für schwache Nerven. Vorsicht auch bei spitzen Fingernägeln und groben Händen (kein Witz!), denn man kommt sich in diesem chaotisch-schnellen Spiel oft in die Quere, wenn jeder versucht seine Karten gerade auf demselben Stapel loszuwerden. Außerdem spielt im Grunde jeder Mitspieler für sich; es herrscht keine / kaum Kommunikation zwischen den Spielern.

Ligretto ist außerdem mit 8 Euro immer noch etwas zu teuer. Nett ist dafür, dass man Erweiterungen kaufen kann, sodass das Spiel auch mit bis zu 16 Spielern gespielt werden kann. Wir hatten das Spiel einmal zu acht ausprobiert und da war es schon fast zu unübersichtlich. Auch kommt es bei so vielen Spielern stark darauf an, wo man sitzt, denn man verliert Zeit, wenn man außen an der Ecke sitzt und seine Karte auf einen Stapel in der anderen Ecke legen muss. Wir empfehlen das Spiel also für vier Spieler.

Alles in allem ist das Spiel aber trotzdem für Spielabende geeignet – auch wegen seiner kurzen Spielzeit – um wach und wieder aktiv zu werden (zum Beispiel nach einem langwierigen Strategiespiel).

Ligretto Spiele-Wertung

Spielidee 3/5
Spielspaß 2/5
Verständlichkeit 4/5
Verarbeitung/ Qualität 4/5
Preis-Leistungs-Verhältnis 3/5
Schwierigkeitsgrad/ Komplexität (nicht in der Gesamtwertung) 1/5
Gesamtwertung 3/5

Ligretto könnt ihr auf amazon kaufen.

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Autor: Florian

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