Faeria – Kickstarter-Projekt #1

Kickstarter - Logo

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Mit diesem Artikel führen wir unsere neue Blogkategorie Kickstarter-Projekte ein, indem wir euch das Projekt Faeria vorstellen. Dabei handelt es sich um eine Mischung verschiedener Gesellschaftsspielgenres mit einem Computerspiel.

Bei Kickstarter handelt es sich um eine so genannte Crowd-Funding-Plattform, welche die Finanzierung von Projektvorhaben auf interessierte Nutzer verlagert. Als Nutzer hat man die Möglichkeit, einen frei wählbaren Beitrag in ein Projekt der Wahl zu investieren; sofern vom Ersteller vorgesehen, erhält der Nutzer einen zusätzlichen Ansporn durch verschiedene Belohnungen – je nachdem, wie hoch der gespendete Betrag ausfällt. Ziel ist es, innerhalb einer begrenzten Zeitspanne einen bestimmten Spendenbeitrag zu erreichen – oft versuchen die Projektinhaber sogar, diesen Beitrag gezielt zu übertreffen, indem sie die Nutzer mit dem Versprechen zusätzlicher Verbesserungen am entstehenden Produkt motivieren.

Da wir dieses Finanzierungsmodell gerade hinsichtlich des ungewöhnlich großen „Mitspracherechts“ der Kunden interessant finden, werden wir in Zukunft einmal pro Woche über interessante Kickstarter-Projekte im Bereich Gesellschaftsspiele berichten.

Faeria – ein digitales Brettspiel

Faeria-Logo

Faeria-Logo. (Quelle: abrakam)

Diese Woche möchten wir euch das digitale Brettspiel Faeria vorstellen. Auf den Hamburger Spieletagen 2013 hatten wir bereits die Gelegenheit, das ambitionierte Projekt anzutesten. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass Faeria bisher noch nicht auf Kickstarter vertreten ist – die Finanzierung ist erst für Herbst diesen Jahres angesetzt.

Bei Faeria handelt es sich um das Gameprojekt des kleinen belgischen Entwicklerteams abrakam. Es ist kein Gesellschaftsspiel im klassischen Sinne, sondern verfolgt eine Symbiose des Computerspiels mit den Prinzipien von Sammelkartenspielen, Rollenspielen und Brettspielen. Inspiration fanden die Schaffer in der Wizard-Rollenspielreihe, das entstandene Produkt kann allerdings sicherlich als eigenständiges Spieluniversum bezeichnet werden.

Faeria - Spielbrett

Das Spielbrett von Faeria. (Quelle: abrakam)

Faeria wird als reines Mehrspielerspiel konzipiert; eine storyintensive Solokampagne ist also nicht zu erwarten. Was allerdings auch nicht verwerflich ist, immerhin positioniert es sich als digitales Gesellschaftsspiel – welches eben mit mehreren Personen gespielt wird.

Das Spielprinzip von Faeria

Bei Faeria handelt es sich um rein rundenbasiertes Spiel. Zu Spielbeginn blickt der Spieler auf ein weitgehend leeres Spielbrett, welches mit Wasser gefüllt ist. Dies führt dazu, dass die Spieler Zug um Zug ein individuelles Spielbrett erstellen, indem sie die Wasserflächen nach und nach in Brücken, Inseln und Mauern verwandeln.

Faeria - Spielbrett

Zu Anfang sind die Spielfelder noch komplett mit Wasser gefüllt… (Quelle: abrakam)

So baut jeder Spieler sein Territorium aus. Doch was hat man nun davon? Auf die eigenen Felder lassen sich durch das Ziehen einer Karte mit Kreaturen oder „Structures“ belegen, um den Gegner am Fortkommen zu hindern beziehungsweise – im Fall der Structure Cards – von positiven Effekten zu profitieren.

Jeder Spieler darf pro Runde 3 Aktionen ausführen, folgende stehen dabei zur Verfügung:

  • 1 Gold aufnehmen
  • Eine neue Karte ziehen
  • Eine Prärie auf einem der Felder erstellen (also Wasser in Land verwandeln)
  • Eine Prärie in einen spezialisierten Geländetyp “upgraden” (Wüste, See, Wald oder Gebirge)
Faeria - Geländetypen

Faeria – Geländetypen. (Quelle: abrakam)

So muss man zum Beispiel ein noch nicht besetztes Gebirge besitzen, um eine rote Kreatur aufs Spielbrett bringen zu können. Damit kommen wir auch schon zu den verschiedenen Kartentypen…

Die Kartenvielfalt von Faeria

Die Kartentypen lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Kreaturen (Creatures), Bauwerke (Structures) und Ereignisse (Events).

Faeria - Kartentypen

Faeria – Kartentypen. (Quelle: abrakam)

Kreaturen verfügen über Power und Lebensenergie. Jede Figur kann pro Runde einmal bewegt werden, und eine Aktion auf ein angrenzendes Feld ausführen. Das kann zum Beispiel ein Angriff auf einen Gegner sein, oder auch das Einsammeln von Faeria, der zweiten Ressource neben Gold.

Bauwerke werden ebenso auf dem Spielbrett platziert, und üben einen bestimmten Effekt aus. So führt die obige Karte Sunwell dazu, dass alle Kreaturen 1 Power erhalten, während es morgens ist (auf die Rolle der Zeit gehen wir gleich noch näher ein).

Die Ereigniskarten schlussendlich haben sofortigen Einfluss auf das Spielgeschehen, indem sie ein einmaliges Ereignis auslösen.

Spielziel von Faeria

Das Ziel besteht darin, die gegnerischen Spieler zu besiegen. Dazu müssen deren Einheiten eliminiert werden. Mit jedem zerstörten Feld sinkt der Füllstand des Orbs des entsprechenden Gegners. Sinkt dieser auf null, so hat der jeweilige Spieler verloren. Um sein Ziel zu erreichen, sollte der Spieler die Faeria (auf den Bildern als blaue Kugeln erkennbar) einsammeln, da diese für das Ausspielen strategisch wichtiger Karten notwendig sind.

Faeria bei Nacht

Faeria bei Nacht… (Quelle: abrakam)

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zeit: Sie verändert sich beim Beenden einer Runde und hat nicht nur optische Auswirkungen, sondern beeinflusst direkt das Gameplay. So ergeben sich bestimmte Einflüsse beispielsweise auf Ereignisse. Mit der passenden Bauwerk- oder Ereigniskarte lässt sich die Zeit sogar manipulieren!

Unsere Einschätzung zu Faeria

In diesem Artikel konnten wir nur einen Teil der Möglichkeiten anschneiden, die Faeria dem Spieler bietet. Das Spielkonzept erweist sich als leicht zugänglich, aber dennoch komplex genug, um für genügend Langzeitmotivation zu sorgen.

Im Gespräch mit den Entwicklern auf den Hamburger Spieletagen hat sich herausgestellt, dass sich Faeria noch in einem (technisch) sehr frühen Stadium befindet. Dennoch zeichnete es sich bereits durch einen flüssigen Spielablauf aus. Sowohl das Spielbrett als auch die Sammelkarten sind sehr detailreich und liebevoll gestaltet und tragen zur Glaubwürdigkeit bei. Das Artdesign hat mich persönlich an die Age of Wonders-Reihe erinnert, die vielleicht dem einen oder anderen Rundenstrategen ein Begriff ist.

Die Kickstarter-Aktion ist für Herbst dieses Jahres geplant, ein endgültiges Release ist vor 2014 nicht in Sicht. PC, Mac und Linux werden bedient – mobile Plattformen sollen später folgen. Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, kann sich noch für die Beta-Teilnahme registrieren!

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Autor: Sebastian

2 Gedanken zu „Faeria – Kickstarter-Projekt #1

    1. Oliver

      Hallo Andreas,
      danke für deinen Kommentar! Vielleicht ist bei einer der nächsten Vorstellungen ja etwas dabei, was dich mehr interessiert ;)
      Wir haben Faeria als Einstieg für die Kickstarter-Reihe gewählt, da wir das Spiel auf den Hamburger Spieletagen selbst antesten konnten.

      Letztendlich ist es natürlich Geschmackssache – was wäre denn ein für dich interessantes Kickstarter-Projekt?

      Oliver

      Antworten

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