Ein solches Ding – Test

Ein solches Ding - Logo

Quelle: wikimedia.org

Bei Ein solches Ding handelt es sich um ein Kartenspiel des schweizerischen Spieleerfinders Urs Hostettler, welches im deutschsprachigen Raum erstmals im Jahre 1989 erschien. Es wurde 1989 für das Spiel des Jahres nominiert und belegte im folgenden Jahr den dritten Platz beim Deutschen Spielepreis. Doch was zeichnet das Kartenspiel mit dem ungewöhnlichen Namen aus?

Wir haben das Spiel während unseres Gastspielhaus-Besuchs angetestet – über unsere Erfahrungen lest ihr hier im Artikel.

Infos zu Ein solches Ding

Spieleranzahl 2-7
Spieldauer ca. 30-60 Min.
Alter ab 10 Jahren
Genre Kartenspiel
Verlag Fata Morgana / FX Schmid / Abacus
Preis 12,99€

Ein solches Ding Spielanleitung

Spielinhalt

Der Inhalt gestaltet sich sehr spartanisch: Das Spiel enthält 224 Spielkarten. Neben der Startkarte, welche das Logo von Ein solches Ding darstellt, sind die eigentlich spielrelevanten Karten enthalten, die ein Attribut enthalten, welches auf irgendein Objekt zutreffen kann.

Spielablauf von Ein solches Ding

Ein solches Ding SpiekarteAufgabe der Spieler ist es nun, Reihen von Attributen zu bilden, die ein bestimmtes “Ding” erfüllt. Jeder Spieler erhält 9 Karten und die Anfangskarte “Ein solches Ding” wird offen in die Mitte gelegt. Der beginnende Spieler legt eine seiner Spielkarten rechts neben die Anfangskarte. Reihum legt nun jeder Spieler eine seiner Spielkarten dazu, die ins Konzept passt und zu der er sich einen Gegenstand vorstellen kann. Alternativ fragt man seinen Vorgänger nach dem “Ding”, welches die Bedingungen aufgereihten Karten erfüllt – kann dieser eine schlüssige Antwort geben, so muss der zweifelnde Spieler drei Karten aufnehmen; wird man beim Bluffen erwischt, so wird man ebenfalls mit dem Aufnehmen dreier zusätzlicher Karten bestraft. In jedem Fall wird nach einer Zwischenfrage eine neue Reihe begonnen.

Ein wichtiges Element von Ein solches Ding ist also, abzuwägen, ob der Vorgänger nur blufft oder ob er wirklich ein passendes “Ding” vor Augen hat. Genauso sollte man sich genau überlegen, ob man nicht den Verdacht des nachfolgenden Spielers erregt, wenn man die schon reichlich abstruse Kombination von Attributen um ein weiteres, ausgefallenes Merkmal erweitert.

Mit jeder abgelegten Spielkarte wird es schwieriger, den angedachten Gegenstand zu rechtfertigen. Strategisch sinnvoll ist es, möglichst diejenigen Karten abzulegen, welche das “DIng” am wenigsten einschränken – also Spielkarten mit allgemeinen Eigenschaften zu legen, die auf möglichst viele Objekte zutreffen könnten.

Ein solches DingHier ein Beispiel für eine Spielrunde. Folgende Karten wurden gelegt:

Wird am Fließband produziert – Wünschen sich Kinder zu Weihnachten – Hat Deckel, Verschluss, Schloss, Kopfbedeckung, oder Tür – Einem solchen Ding lässt sich 1/2 Liter Rum einflößen, ohne dass es dadurch bleibenden Schaden erleidet – Könnte der Weltmeister im Kugelstoßen mindestens 10m weit durch die Luft stoßen – Ein Hund fände bequem Platz online casino darin – Könnte ich einem Wanderer in den Rucksack stecken, der würde beim ersten Halt aber fluchen.

Ihr seht also: Kreativität steht hier an erster Stelle und wer gut um (viele, viele) Ecken denken kann, hat gute Chancen als Gewinner hervorzugehen.

Spielziel von Ein solches Ding

Das Spielziel von Ein solches Ding besteht folglich darin, nicht derjenige zu sein, der in Erklärungsnot gerät, weil er beim Bluffen aufgeflogen ist und somit Karten aufnehmen muss. Es ist zudem ratsam, das Verhalten der Mitspieler zu beobachten, da sich so häufig schon erahnen lässt, ob sie wirklich noch ein passendes “Ding” vor Augen haben. Ist man allzu vertrauensselig, so ist nämlich die Gefahr groß, dass man selbst mit der nächsten gespielten Karte auffliegt.

Wer zuerst all seine Karten los geworden ist, hat gewonnen.

Fazit zu Ein solches Ding

Bei Ein solches Ding handelt es sich definitiv um ein sehr kommunikatives Spiel. Man sollte gut begründen und fantasievoll

argumentieren können, um als Sieger hervorzugehen. Dementsprechend kann es auch einmal zu längeren Diskussionen kommen, ob ein solches Ding wirklich existiert oder ob der Spieler verzweifelt versucht, sich rauszureden. Die Idee hinter dem Spiel finden wir recht originell und gleichzeitig leicht zu verstehen. Letztendlich hängt es sicherlich auch von der Spielergruppe ab, ob ein solches Spielprinzip Anklang findet.

Ein kleiner Negativpunkt ist der Aufbau der Spielkarten: Zum einen ist die Schrift nicht sonderlich gut leserlich, andererseits lässt sich oft nicht allein aus den Abbildungen erkennen, was gemeint ist. Dadurch kann es notwendig sein, ab und zu nochmal alle Texte auf den Karten zu lesen, um zu wissen wie das Ding gerade beschrieben wird.

Spiele-Wertung

Spielidee 4/5
Spielspaß 3.5/5
Verständlichkeit 5/5
Verarbeitung/ Qualität 3/5
Preis-Leistungs-Verhältnis 3/5
Schwierigkeitsgrad/ Komplexität (nicht in der Gesamtwertung) 2/5
Gesamtwertung 3.5

Ein Solches Ding ist unter anderem auf Amazon käuflich zu erwerben.

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Autor: Sebastian

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