Die Verbotene Insel – Test

Die Verbotene Insel

Quelle: amazon.de

Die Verbotene Insel vom Schmidt Spiele Verlag hat es 2011 auf die Nominierungsliste des Spiel des Jahres e. V. geschafft und verspricht mit seinem kooperativen Spielprinzip ein interessantes Konzept. Entworfen wurde das Brettspiel vom Autor Matt Leacock.

Wir haben erst kürzlich einige Partien im Kampf gegen die sinkende Insel gespielt und möchten euch in diesem Artikel unsere Eindrücke liefern.

Infos zu Die Verbotene Insel

Spieleranzahl 2-4
Spieldauer Ca. 30 min.
Genre Brettspiel
Alter Ab 10 Jahren
Verlag Schmidt Spiele
Preis 19,99 €

Spielziel von Die Verbotene Insel

Das Ziel von Die Verbotene Insel besteht darin, vor dem Versinken der Insel die vier Artefakte (den Stein der Erde, die Staue des Windes, den Kristall des Feuers und den Kelch des Wassers) zu bergen und sich sowie den Rest des Abenteurerteams zuletzt mit dem Hubschrauber zu retten.

Spielmaterial zu Die Verbotene Insel

Das Spielmaterial besticht durch eine besonders schöne Aufmachung. Enthalten sind zum einen 28 Artefaktkarten (rote Rückseite), welche auch ‘Die Flut steigt’-Karten, sowie Helikopter- und Sandsack-Karten (drei und zwei Stück) beinhalten. Außerdem gibt es 24 Flutkarten (blaue Rückseite) sowie 6 Abenteurerkarten mit Beschreibungen zu den einzelnen Charakteren und deren Fähigkeiten.

Die 24 Inselfelder werden als Spielbrett ausgelegt und sind variabel anzuordnen. So ergibt sich stets eine neue Karte der Insel.

die verbotene insel artefakte

Artefakte, Quelle: Schmidt Spiele

Neben den Spielkarten und Inselfeldern sind 6 Spielfiguren und 4 Artefakte beigefügt. Zuguterletzt erhält man noch einen Wasserpegelanzeiger, welcher im Spiel anzeigt, wie hoch die Flut bereits gestiegen ist.

Die Verbotene Insel Spielanleitung

Spielvorbereitungen

die verbotene insel spielplan

Spielplan, Quelle: Schmidt Spiele

Zuerst werden die Inselfelder ausgelegt. Diese ergeben den Spielplan für die Partie. In der Anleitung finden sich mehrere Beispiele für den Aufbau.

Danach werden die vier Artefakte neben die Insel gestellt. Diese gilt es im Verlauf des Spiels zu finden, indem passende Artefaktkarten gesammelt werden.

Die Spielkarten werden der Farbe ihrer Rückseite nach geordnet, gemischt und in die Tischmitte gelegt. Von den Flutkarten werden vor dem Start des Spiels sechs Stück aufgedeckt. Die sich darauf befindenden Inselfelder werden mit sofortiger Wirkung auf die überflutete Seite gedreht, was das Spiel bereits am Anfang etwas kniffelig macht. Die sechs benutzten Flutkarten bilden den entsprechenden Ablagestapel. Die Abenteurerkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält eine Karte plus die dazugehörige Spielfigur. Die Figuren werden auf die gekennzeichneten Star-Inselfelder gestellt. Jeder Abenteurer besitzt bestimmte Fähigkeiten. Diese sollten gut durchgelesen und untereinander kommuniziert werden, damit das Zusammenspiel später besser funktionieren kann. Außerdem erhält jeder Spieler zu Beginn zwei Artefaktkarten. Diese werden offen vor sich ausgelegt. Zieht ein Spieler vom Artefaktkartenstapel zu Beginn des Spiels eine ‘Die Flut steigt’-Karte, so hat diese keine Wirkung und wird wieder unter den Nachzugstapel gemischt. Als Ersatz wird eine neue Artefaktkarte gezogen.

Nun sind fast alle Spielvorbereitungen getroffen, es muss nur noch der Wasserpegel eingestellt werden. Dabei gibt es verschiedene Startstufen. Es empfiehlt sich hier zunächst bei der ‘Anfänger’-Stufe zu beginnen.

Spielablauf

Nach den Vorbereitungen kann es nun losgehen! Laut Spieleanleitung beginnt derjenige, der zuletzt auf einer Insel war, danach geht es immer im Uhrzeigersinn weiter.

Bei jedem Zug werden drei Schritte ausgeführt:

  1. Bis zu drei Aktionen tätigen. Mögliche Aktionen sind:
    (a) Abenteurer bewegen – hierfür darf ein Abenteurer auf ein angrenzendes Inselfeld bewegt werden, in der Regel gilt das nach rechts, links, oben und unten. Diagonal darf nur der Forscher ziehen. Der Pilot darf in seinem Zug einmalig auf ein beliebiges Inselfeld fliegen; dies gilt als eine Aktion. Als Navigator darf man pro Aktion einen anderen Mitspieler zwei Felder oder zwei Mitspieler jeweils ein Feld bewegen. Der Taucher kann pro Aktion durch beliebig viele überflutete bzw. versunkene Inselfelder tauchen; dabei kann er auch abbiegen, muss aber immer am Ende auf einem Inselfeld landen.
    (b) Inselfelder trockenlegen – für eine Aktion kann ein Spieler ein waagerecht oder senkrecht angrenzendes überflutetes Inselfeld wieder trocken legen. Das Feld wird dann entsprechend von der blauen wieder auf die andere Seite gedreht. Der Ingeniuer kann für eine Aktion gleich zwei angrenzende Inselfelder trocken legen. Als Forscher hat man die Fähigkeit, auch diagonal angrenzende Felder wieder auf die normale Seite zu drehen.
    (c) Einem anderen Mitspieler Artefaktkarten geben – hierzu müssen sich die beiden Spieler auf dem selben Inselfeld befinden. Das Abgeben kostet pro Karte eine Aktion. Zu beachten ist, dass man zu viele Karten auf fünf reduzieren muss. Man kann also nicht beliebig viele Karten sammeln, sollte sich stattdessen auf ein oder maximal zwei Artefakte pro Spieler beschränken.
    (d) Ein Artefakt bergen – hat man vier passende Artefaktkarten gesammelt, so kann man diese gegen das Artefakt eintauschen. Hierzu muss man sich auf einem der beiden Felder befinden, die das richtige Artefaktsymbol in der unteren Ecke tragen. Artefakte können auch auf überfluteten Inselfeldern geborgen werden. Lediglich wenn das Feld komplett versunken ist, ist dies nicht mehr möglich. Die vier genutzten Artefaktkarten kommen dann auf den Ablagestapel. Das Eintauschen kostet eine Aktion.
  2. Zwei Artefaktkarten ziehen:
    Nach dem Ausspielen von maximal drei der oben erklärten Aktionen zieht der Spieler zwei Artefaktkarten vom Nachzugstapel und legt diese offen zu seinen anderen. Neben den Artefaktkarten, die es zu sammeln gilt, befinden sich in diesem Stapel auch Sonderkarten. Helikopter- und Sandsackkarten werden wie die Artefaktkarten vor sich offen abgelegt und können jederzeit eingesetzt werden, also auch, wenn gerade eigentlich ein anderer Spieler an der Reihe ist. Sie kosten zudem keine Aktion! Helikopterkarten ermöglichen das Fliegen zu einem beliebigen Inselfeld. Sandsackkarten können ein beliebiges Inselfeld trocken legen, auch wenn der Spieler sich nicht darauf oder auf einem angrenzenden Feld befindet.
    Negative Auswirkungen haben ‘Die Flut steigt’-Karten. Wird eine solche gezogen, so wird zunächst der Wasserpegelanzeiger um eine Markierung nach oben verschoben. Dann wird der Ablagestapel der Flutkarten gemischt und verdeckt oben auf den Flutkarten-Nachzugstapel gelegt. Dies birgt die Gefahr, dass bereits überflutete Inselfelder schon sehr bald komplett im Meer versinken können! Die gezogene ‘Die Flut steigt’-Karte kommt nach dem Ausführen der beschriebenen Schritte auf den Ablagestapel der Artefaktkarten.
    Wie bereits oben erwähnt darf man nie mehr als sechs Karten vor sich liegen haben. Ist dies dennoch der Fall, so muss der betroffene Spieler sofort seine offenen Karten auf fünf reduzieren, indem er überschüssige auf den Ablagestapel abwirft.
  3. So viele Flutkarten ziehen, wie der Wasserpegel aktuell anzeigt
    Als dritter Schritt zieht der aktuelle Spieler so viele Flutkarten, wie der Wasserpegel anzeigt. Zu Beginn des Spiels – auf der Stufe ‘Anfänger’ – sind das zwei Karten. Ist das gezogene Inselfeld noch trocken, so wird es überflutet, also auf die blaue Seite gedreht. Die Flutkarte kommt dann auf den Ablagestapel. War das gezogene Inselfeld bereits überflutet, so versinkt es vollends im Meer und kommt samt der dazugehörigen Flutkarte aus dem Spiel und ist für immer verloren.
    Steht ein Spieler auf einem Feld, welches überflutet wird, so bleibt er auf diesem unverändert stehen. Geht das Inselfeld jedoch unter, so muss er sich mit seiner Figur auf ein angrenzendes Feld retten. Kann er dies nicht, so versinkt er mitsamt dem Inselfeld und das Spiel ist für alle verloren! Ausnahmen bilden der Forscher, der Pilot und der Taucher, welche sich anderweitig retten können.

Spielende von Die verbotene Insel

Sieg – Eine Partie von Die Verbotene Insel ist gewonnen, wenn alle vier Artfekate geborgen werden und

die Spieler gemeinsam die Insel per Helikopter verlassen konnten. Hierfür müssen die Figuren am Ende auf den Landeplatz bewegt und von einem Spieler zuletzt die Helikopterkarte eingesetzt werden.

Niederlage – Das Spiel ist für alle verloren, wenn:
(a) beide Tempel, beide Höhlen, beide Gärten oder beide Paläste versunken sind und somit die Chance auf das Bergen des Artefakts stirbt.
(b) der Landeplatz versinkt.
(c) ein Spieler mit einem Inselfeld unter geht.
(d) der Wasserstandsanzeiger den Totenkopf erreicht.

Fazit zu Die Verbotene Insel

die verbotene insel spielpläne

Verschiedene Spielpläne, Quelle: Schmidt Spiele

Die Verbotene Insel bietet mit seinem kooperativen Konzept und dem flexiblen Spielplan viel Spaß, Abwechslung und Spannung. Lediglich durch die Interaktion und die Zusammenarbeit aller Spieler kann das Spiel am Ende gewonnen werden. Der Kampf um die Zeit sorgt für das gewisse Etwas an Nervenkitzel.

Das Spielmaterial ist sehr schön gestaltet und verarbeitet. Es versetzt einen direkt in die Rolle des Abenteurers auf der Suche nach wertvollen Artefakten auf der geheimnisvollen Insel, die bald im Meer zu versinken droht.

Auch wenn man vielleicht zunächst einem ein paar Anläufe braucht, um das Die Verbotene Insel im Team zu gewinnen, so verliert man nicht die Lust, sondern es weckt vielmehr den Ehrgeiz, das Abenteuer gleich noch einmal zu wagen. Ein langer Spielspaß ist somit definitiv garantiert.

die vergessene stadt cover

Die Vergessene Stadt, Quelle: amazon.de

Wir von spielehippo.net hatten sehr viel Spaß bei unserem Test und können das gesellige Brettspiel nur wärmstens für euren nächsten Spieleabend weiter empfehlen!

Und ein kleiner Tipp: ein Nachfolge-Spiel mit ähnlichem Konzept, auch vom Autor Matt Leacock, gibt es seit diesem Jahr auch schon! In Die Vergessene Stadt müsst ihr statt gegen Wassermassen gegen die Kraft der Wüste ankämpfen. Zudem gibt es einige weitere Erneuerungen zu Die Verbotene Insel.

Die Verbotene Insel Spiele-Wertung

Spielidee 5/5
Spielspaß 5/5
Verständlichkeit 4.5/5
Verarbeitung/ Qualität 5/5
Preis-Leistungs-Verhältnis 4.5/5
Schwierigkeitsgrad/ Komplexität (nicht in der Gesamtwertung) 4/5
Gesamtwertung 5/5

Ihr seid neugierig geworden und möchtet Die Verbotene Insel selbst testen? Dann könnt ihr das Brettspiel hier auf Amazon kaufen!

Die Verbotene Insel – Test 4.75/5 (95.00%) 4 votes

FacebookTwitterGoogle+Email

Autor: Katharina

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>